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10.10.2021

Taizé-Gebet in St. Pius am Freitag, 15. Oktober 2021

foto: martin geistbeck, taizé-kreuz der pfarrei

Zum Taizé-Gebet lädt die Pfarrei St. Pius am Freitag, 15. Oktober 2021 um 19.00 Uhr in die Piuskirche ein. Thema: "Schöpfung - unsere Verantwortung".

Bei den eindrucksvollen und bekannten Liedern von Taizé ist Zeit zum Nachdenken, Beten und Loben. Ein Wort des Evangeliums begleitet den Abend bei Kerzenlicht und Stille. Dauer ca. 45 Min. Bitte beachten Sie die aktuell geltenden Hygieneregeln.

 

 

Die Anfänge der Gemeinschaft von Taizé in Frankreich

Alles begann 1940, als Frère Roger mit 25 Jahren sein Geburtsland, die Schweiz, verließ und nach Frankreich zog, woher seiner Mutter stammte. Jahrelang hatte er an Lungentuberkulose gelitten. Während der langen Krankheit reifte in ihm die Absicht, eine Gemeinschaft ins Leben zu rufen.

Beim Ausbruch des Zweiten Weltkriegs war ihm klar, dass er – wie es seine Großmutter während des Ersten Weltkriegs getan hatte – ohne zu zögern Menschen zu Hilfe kommen müsste, die Schweres durchzumachen haben. Er ließ sich im kleinen Dorf Taizé nieder, das unweit der Demarkationslinie lag, die Frankreich damals teilte: ein guter Ort, um Menschen aufzunehmen, die auf der Flucht waren. Freunde in Lyon gaben seine Adresse an Hilfesuchende weiter.

In Taizé hatte Frère Roger mit einem bescheidenen Darlehen ein Haus mit Nebengebäuden erworben, das seit Jahren leer stand. Einer seiner Schwestern, Geneviève, schlug er vor, ihm bei der Betreuung der Menschen zu helfen. Unter den Flüchtlingen, die sie beherbergten, waren auch Juden. Es gab kein fließendes Wasser, und das Trinkwasser musste vom Dorfbrunnen geholt werden. Das Essen war mager, meistens Suppe aus Maismehl, das bei einer Mühle in der Nähe günstig zu bekommen war. Aus Rücksicht auf die Gäste betete Frère Roger alleine; zum Singen zog er sich oft in den Wald zurück. Um Juden oder Agnostiker unter den beherbergten Flüchtlingen nicht in Verlegenheit zu bringen, schlug Geneviève jedem vor, lieber allein in seinem Zimmer zu beten.

Frère Rogers Eltern wussten, dass er und seine Schwester in Gefahr waren, und baten einen befreundeten französischen Offizier im Ruhestand, ein Auge auf sie zu haben. Er kam dieser Bitte gewissenhaft nach und konnte sie 1942 vor ihrer drohenden Verhaftung warnen und zur unverzüglichen Abreise bewegen. Bis zum Kriegsende lebte Frère Roger in Genf; dort begann das gemeinsame Leben der ersten Brüder, bevor sie 1944 nach Taizé zurückkehren konnten.

Das Leben der ersten Brüder

1945 gründete ein junger Anwalt aus der Gegend einen Verein, der sich um Kriegswaisen sorgte. Als er die Brüder ersuchte, einige dieser Jungen in Taizé aufzunehmen, bat Frère Roger seine Schwester Geneviève, wieder nach Taizé zu kommen und sich um diese zu kümmern. Sie wurde zu deren Mutter. Sonntags luden die Brüder auch deutsche Kriegsgefangene aus einem nahe gelegenen Lager zu sich ein.

Allmählich schlossen sich weitere junge Männer den ersten Brüdern an. An Ostern 1949 legten sie ein endgültiges Lebensengagement ab, welches das gemeinsame Leben in Ehelosigkeit, materieller und geistiger Gütergemeinschaft und großer Einfachheit umfasst.

Während einer längeren Zeit in Abgeschiedenheit schrieb der Gründer der Communauté im Winter 1952/53 die Regel von Taizé, in der er für seine Brüder das Wesentliche zusammenfasste, „das ein gemeinsames Leben erst möglich macht“.

Die Communauté heute

Heute zählt die Communauté von Taizé an die hundert Brüder, Katholiken und Mitglieder verschiedener evangelischer Kirchen. Sie stammen aus über fünfundzwanzig Ländern. Durch ihr Dasein selbst ist die Communauté ein konkretes Zeichen der Versöhnung unter gespaltenen Christen und getrennten Völkern.

Die Brüder der Communauté von Taizé bestreiten ihren Lebensunterhalt ausschließlich durch den Erlös ihrer Arbeit. Sie nehmen keine Spenden an. Ihre persönlichen Erbschaften behalten sie nicht, sondern geben sie durch die Communauté den Armen.

Brüder der Communauté leben als Zeugen des Friedens auch in kleinen Fraternitäten unter Menschen an benachteiligten Orten in Asien, Afrika und Südamerika und versuchen unter den Ärmsten ein Zeichen der Liebe zu sein. Sie teilen ihr Leben mit Straßenkindern, Gefangenen, Sterbenden, mit Menschen, die unter zerbrochenen Beziehungen und Verlassenheit leiden.

Mit den Jahren nahm die Zahl der jungen Gäste in Taizé zu; sie kommen von allen fünf Kontinenten, um an den wöchentlichen Jugendtreffen teilzunehmen. Schwestern der Ordensgemeinschaft von St. André, eine über siebenhundert Jahre alte katholische Gemeinschaft, polnische Ursulinen und Vinzentinerinnen haben einen Teil der Aufgaben beim Empfang der Jugendlichen übernommen.

Auch Kirchenverantwortliche kommen nach Taizé: Papst Johannes Paul II., der Ökumenische Patriarch Bartholomäus von Konstantinopel, Metropoliten und Bischäfe verschiedener orthodoxer Kirchen, die letzten vier Erzbischöfe von Canterbury, die vierzehn lutherischen Bischöfe Schwedens sowie zahllose Priester und Pastoren aus der ganzen Welt.

Ab 1962 reisten Brüder, und auch Jugendliche, von Taizé aus ständig in die Länder Mittel- und Osteuropas, um dort sehr diskret Menschen zu besuchen, die ihre Heimatländer nicht verlassen konnten.

Frère Roger wurde am 16. August 2005 im Alter von 90 Jahren während des Abendgebets von einer geistig verwirrten Person getötet. Seitdem ist Frère Alois, den Frère Roger bereits Jahre zuvor zu seinem Nachfolger bestimmt hatte, Prior der Communauté.

Auszug von der Homepage der Gemeinschaft von Taizé

mehr unter: www.taize.fr/de

Pfarrei Ingolstadt St. Pius

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Leiter:
Pfarrer Martin Geistbeck,
E-Mail: mgeistbeck(at)bistum-eichstaett(dot)de

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Gebet und Gottesdienst

Heilige Messen:

Samstag: 19.00 Uhr (1. Oktober - 1. April: 18.00 Uhr), 
Sonntag: 10.00 Uhr

Geänderte Angebote während der Corona-Pandemie:

Dienstag: 8.00 Uhr Hl. Messe; Donnerstag: 19.00 Uhr Gottesdienst ; Freitag: 19.00 Uhr Hl. Messe

Morgenlob/Abendlob:

(bitte aktuelle Gottesdienstordnung beachten)

[Montag: 18.00 Uhr (1.Oktober-1.April), sonst 19.00 Uhr,
Dienstag: 18.00 Uhr (1.Oktober-1.April), sonst 19.00 Uhr,
Mittwoch: 8.00 Uhr, Donnerstag: 8.00 Uhr ]

Rosenkranz: siehe Aushang
Beichtgelegenheit: derzeit nach Vereinbarung